Rachid Boudjedra

Biografie

Rachid Boudjedra wurde am 5. September 1941 in Aïn Beïda geboren. Sein Vater schickte ihn für die weiterführende Schule nach Tunesien, wo er sieben Jahre das Collège Sadiki besuchte. 1959 schloss er sich während des Unabhängigkeitskrieges dem Maquis an. Er wurde mehrfach verwundet und reiste später durch mehrere osteuropäische Länder.

Danach vertrat er die FLN in Spanien und kehrte nach der Unabhängigkeit 1962 nach Algerien zurück, wo er auch Verantwortung in der Studentenarbeit übernahm. In Paris setzte er sein Studium fort und schloss 1965 an der Sorbonne ein Philosophiestudium ab. Anschließend unterrichtete er an einem Mädchengymnasium in Blida.

Beruf und Schreiben

Von 1969 bis 1972 lebte Boudjedra in Frankreich, von 1972 bis 1975 in Rabat. Nach seiner Rückkehr lehrte er an algerischen Hochschulen. Im Oktober 1977 wurde er Berater im Ministerium für Information und Kultur. Daneben schrieb er Literaturkolumnen auf Arabisch und Französisch für Publikationen der SNED und für Zeitungen.

Seine ersten Bücher waren Gedichte und Essays, später wurde der Roman seine wichtigste Form. Seit dem 1981 erschienenen Roman veröffentlichte er seine Texte zunächst auf Arabisch und erarbeitete danach eine französische Fassung. Le Démantèlement, nach Ettafakouk, bezeichnete er ausdrücklich als Neuschreibung und nicht als bloße Übersetzung.

Ausgewählte Werke

  • Pour ne plus rêver (1965)
  • La Répudiation (1969)
  • Naissance du cinéma algérien (1971)
  • La Vie quotidienne en Algérie (1971)
  • L'Insolation (1972)
  • Journal palestinien (1972)
  • Topographie idéale pour une agression caractérisée (1975)
  • L'Escargot entêté (1977)
  • Les 1001 Années de la nostalgie (1979)
  • Le Vainqueur de coupe (1981)
  • Le Démantèlement / Ettafakouk (1982)
  • La Prise de Gibraltar / Maarakat ez zoukak